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Suchtprävention am CBG

Lie­be Eltern,
aus gege­be­nem Anlass möch­te Ihnen das Team des Eltern­bei­rats eini­ge Hin­wei­se zur Sucht- und Dro­gen­prä­ven­ti­on am CBG geben. Bit­te tei­len Sie die­se Infor­ma­tio­nen den Eltern Ihrer Klas­se mit, damit im Fall der Fäl­le kei­ne Irri­ta­ti­on herrscht und effek­tiv gehan­delt wer­den kann.

Lei­der ist eine der Begleit­erschei­nun­gen unse­rer Zeit, dass Alko­hol- und Dro­gen­ge­brauch zum Reper­toire brei­ter Krei­se unse­rer Jugend (ergo auch unse­rer eige­nen Kin­der) gehört. Dies kann man auch am CBG beob­ach­ten. Es sind selbst­ver­ständ­lich immer die Kin­der ande­rer Eltern, die Alko­hol, Tabak oder Dro­gen ge- und natür­lich auch miss­brau­chen. Und es ist für den Groß­teil von uns als Eltern schlicht nicht vor­stell­bar, dass das eige­ne Kind mit Dro­gen gleich wel­cher Art in Berüh­rung kommt oder in der Ver­gan­gen­heit gekom­men ist.

Wich­tigs­ter Punkt bei jed­we­der Dro­gen­erzie­hung ist für Eltern, Erzie­her und Leh­rer, dass Jugend­li­che Gren­zen auf­ge­zeigt bekom­men. Es muss nicht alles erlaubt wer­den, weil es gera­de in Mode bzw. »nor­mal« ist und Freun­de es auch tun. Dro­gen­erzie­hung soll­te nicht erst in der Schu­le begon­nen wer­den. Sie fängt in der Fami­lie an und soll­te über Kin­der­gar­ten, Grund­schu­le bis zum Gym­na­si­um füh­ren. Eine kla­re Stel­lung der Eltern zum The­ma ist Grund­vor­aus­set­zung aller Prä­ven­ti­on, die Schu­le nach­fol­gend leis­ten kann.

Sucht­prä­ven­ti­on wird in jedem Fal­le defi­niert als Ver­hin­de­rung eines als krank defi­nier­ten Zustan­des, wobei die see­li­sche, kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit erhal­ten und geför­dert wer­den soll. Zum ande­ren sind dar­un­ter Maß­nah­men zu ver­ste­hen, die Gesund­heits­schä­den durch den Kon­sum lega­ler und ille­ga­ler Dro­gen vor­beu­gen. Sucht­prä­ven­ti­on soll in ers­ter Linie einer spä­te­ren Such­ter­kran­kung vor­beu­gen. Den­noch sind eini­ge grund­sätz­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma Dro­gen durch­aus hilf­reich, denn die wenigs­ten Eltern wer­den über ein pro­fun­des Wis­sen zum The­ma ver­fü­gen. Am Schluss die­ses Bei­trags fin­den Sie des­we­gen wei­ter­ge­hen­de Links zum The­ma.

Das CBG ist in Sachen Prä­ven­ti­on sehr gut auf­ge­stellt. Das Sucht­prä­ven­ti­ons­pro­gramm kann auf der offi­zi­el­len Web­sei­te des CBG auf­ge­ru­fen wer­den. Wie man in die­sem Pro­gramm sehen kann, wird in jeder Klas­sen­stu­fe schwer­punkt­mä­ßig auf einen Bereich ein­ge­gan­gen, der alters­mä­ßig in Fra­ge kommt. Unter die­sem Link kann außer­dem ein Fly­er zu K.O. Trop­fen der Poli­zei Baden-Würt­tem­bergs abge­ru­fen wer­den.

Wenn Ihrem Kind nun ein Fall von Dro­gen­ge­brauch, Dro­gen­be­sitz oder ‑han­del bekannt wer­den soll­te, soll­ten Sie und natür­lich auch Ihr Kind wis­sen, wie es sich ver­hal­ten soll. Aus die­sem Grund möch­ten wir Ihnen das Vor­ge­hen bekannt machen.

Am CBG sind für die Prä­ven­ti­on fol­gen­de Leh­rer zustän­dig: Frau Keim und Frau Hil­ler­mei­er.

Stel­len wir uns also den Fall vor, dass Ihr Kind beob­ach­tet, dass ande­re in einer stil­len Ecke des Schul­ho­fes mit Dro­gen han­deln oder zu sich neh­men. Je nach Cou­ra­ge wür­de man im Nor­mal­fall dafür plä­die­ren, dass der Beob­ach­ter die Betrof­fe­nen auf­for­dert, dass die­se Hand­lung unter­blei­ben soll. Bei Dro­gen ver­hält es sich aber etwas anders. Die Beob­ach­ter sol­len nicht han­delnd ein­grei­fen, son­dern ihre Beob­ach­tun­gen den Prä­ven­ti­ons­leh­rern Keim oder Hil­ler­mei­er mel­den. Die­se sind zu Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­tet. Sie wer­den mit den betrof­fe­nen Schü­lern Kon­takt auf­zu­neh­men, ohne die Beob­ach­ter zu offen­ba­ren. Die­ser Punkt der Ver­schwie­gen­heits­pflicht ist sehr wich­tig und soll­te drin­gend kom­mu­ni­ziert wer­de. Er ist die Basis für alle kom­men­den Schrit­te.

Das wei­te­re Vor­ge­hen sei­tens der Schu­le geschieht immer im Hin­blick auf den päd­ago­gi­schen Auf­trag, den Schu­le an ers­ter Stel­le hat. Es greift ein fest­ge­leg­ter Stu­fen­plan der Sucht­ver­ein­ba­rung. Das Hin­zu­neh­men der Prä­ven­ti­ons­leh­rer in den Pro­zess gewähr­leis­tet jedoch größt­mög­li­che Anony­mi­tät aller Betei­lig­ten.

Ich möch­te aus der Ver­wal­tungs­vor­schrift »Sucht­prä­ven­ti­on in der Schu­le« des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums zitie­ren, die hier her­un­ter­ge­la­den wer­den kann:

2.1
Es wird aus­drück­lich fest­ge­stellt, dass eine sol­che päd­ago­gi­sche und mensch­li­che Hil­fe der Leh­re­rin oder des Leh­rers kei­nen Ver­stoß gegen die Dienst­pflich­ten bedeu­tet und dass ins­be­son­de­re kei­ne Mel­de­pflicht gegen­über der Schul­lei­tung, den Schul­auf­sichts­be­hör­den oder den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den besteht, so lan­ge nicht eine Gefähr­dung der ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler anzu­neh­men ist. Besteht nach der ver­ant­wort­li­chen Ent­schei­dung der Lehr­kraft eine sol­che Gefahr, muss sie dafür sor­gen, dass die Schu­le ihren Ver­pflich­tun­gen den ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern gegen­über nach­kom­men kann.

und wei­ter:

2.3
Die Ver­stän­di­gung der Kri­mi­nal­po­li­zei ist in der Regel nur dann gebo­ten, wenn es sich um schwe­re oder mehr­fa­che Ver­stö­ße han­delt, die zum Schutz der ande­ren Jugend­li­chen eine Anzei­ge drin­gend gebie­ten. Ein sol­cher Fall ist jeden­falls anzu­neh­men, wenn sich eine Schü­le­rin oder ein Schü­ler nach den Fest­stel­lun­gen der Schu­le als Rausch­mit­tel­händ­ler betä­tigt.

Links:
Bay­ri­scher Rund­funk: Jugend­li­che und Dro­gen
Frank­fur­ter Rund­schau: Flüs­si­ges Ecsta­sy — leicht her­zu­stel­len und lebens­ge­fähr­lich
Welt​.de: War­um die Dro­ge Crys­tal extrem gefähr­lich ist
Focus: Impul­si­ve Kin­der neh­men eher Dro­gen
Lan­des­bil­dungs­ser­ver-BaWü — Infor­ma­tio­nen zur Sucht­prä­ven­ti­on

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